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Referenzen

Eigene Events & Seminare


Hier erhältst du Zugang zu unserem exklusiven Videoarchiv mit den Aufzeichnungen unserer Veranstaltungen: https://steadyhq.com/de/tugendclub/posts/


Einführung in die Welt der Hadithe mit Dr. Farid Suleiman, 2. Februar 2020

Welche Bedeutung haben sie für die Rechtsfindung im Islam? Dieser Frage werden wir gemeinsam mit Dr. Farid Suleiman, Postdoktorand an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, nachgehen.

Die Veranstaltung beginnt um 10 Uhr in Ansbach. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten. Nach einer Anmeldung erhalten Sie die genaue Wegbeschreibung zum Veranstaltungsort.

Dr. Farid Suleiman isw AIWG Projektkoordinator des Longterm Projekts „Die Normativität des Korans im Zeichen gesellschaftlichen Wandels“ der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Eberhard Karls Universität Tübingen sowie der Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft an der Goethe-Universität Frankfurt. Er promovierte mit einer Schrift über Ibn Taymiyya: „Die Grundlagen der Attributenlehre Ibn Taymiyyas. Mit einer Analyse ausgewählter Beispiele göttlicher Attribute“.


Intensivkurs:

Praktische Regeln des Islam nach dem hanafītischen Ritus mit „Das Allerwesentlichste im Islam“ von Shaykh Faraz Rabbani, 28-29. Dezember 2019


Kann der Islam Kapitalismus? mit Uğurlu Soylu (Islamic Banking Pionier in Deutschland)
29. – 30. November 2019 in Nürnberg

https://www.facebook.com/events/943265329366775/


„Bankiers haben Macht über die ‚kreative Zerstörung des Kapitalismus‘ nach Joseph Schumpeter. Das heißt, mit ihren Entscheidungen, ob und wem sie einen Kredit geben, können sie beeinflussen, welche Unternehmen überleben und welche nicht. Dieser Verantwortung und Macht der Bankiers müssen wir uns bewusst werden“, sagt Uğurlu Soylu, Ökonom und Islamic Banking Pionier. „Deshalb sollten Banken im Islamic Banking vor Kreditvergabe genau prüfen, welche Standards Unternehmen erfüllen, und gegebenenfalls einfordern, dass Standards wie Nachhaltigkeit der Rohstoffe oder gerechte Behandlung von Mitarbeitern, ob hier oder in Übersee, eingehalten werden.“



„Das Islamische Wirtschaftssystem basiert auf der Zakat (islamische Sozialpflichtabgabe), der Umverteilung von Vermögen von den Reichen zu den ökonomisch Ärmeren. Das ist ein Gegenentwurf zum Zins, der Gewinne für die Anleger garantiert, obwohl er das realistisch gar nicht vermag“, sagt Uğurlu Soylu, Ökonom und Islamic Banking Pionier. „Ein Teil der Zakat vergibt der islamische Sozialstaat etwa den Überschuldeten. Damit verhindert er, dass Menschen in Fällen von Privatinsolvenz davor stehen, dass ihre Häuser gepfändet werden.“



„Der Rationale Kapitalismus nach Max Weber spiegelt in weiten Teilen das Wirtschaftsbild des Islam. Nach Weber muss der Gewinn von eigener Arbeit stammen. Zinsgewinn, Spekulationen, Kriegswirtschaft und staatlich verordnete Monopole sind ausgeschlossen“, so Uğurlu Soylu, Ökonom und Islamic Banking Pionier. „Sowohl im Christentum als auch im Islam hängt nach dem Tod das Heil nicht von den Taten sondern von der Gnade Gottes ab.“

Der Ökonom zieht auch parallelen zur calvinistischen Arbeitsethik. „Nach Calvin erkennt man die Gunst Gottes am materiellen Erfolg während des Lebens. Und da das Heil im Jenseits vom materiellen Erfolg im Diesseits abhängt, arbeitet der Protestant schwer und viel. Es gibt aber einen Unterschied zum Islam. Wir Muslime glauben, dass die Versorgung von Allah kommt und wir deren Umfang nicht beeinflussen können. Wir sind nur verpflichtet, uns für Versorgung anzustrengen, und uns für eine erlaubte Versorgungsquelle zu entscheiden, aber jeder Mensch hat eine gesicherte Versorgung von Allah.“



Sind Muslime zwischen zwei Heimaten gefangen? mit Mehmet Celebi (stellv. ZMD-Vorsitzender)
8. – 9. November 2019 in Nürnberg

https://www.facebook.com/events/2131830923789949/

„Was ist typisch muslimisch? Wenn es heute keine Muslime mehr in Deutschland gäbe, woran erkenne man, dass es hier einst Muslime gegeben hat? An typisch muslimischen Häusern? An unseren Moscheen? Die Architektur ist das Spiegelbild des Menschen. Wie können wir hier in Deutschland beständige, ewige Architektur aufbauen? Kunst, Kultur und Sprache machen uns tiefgründig, beständig, aber oft sind wir zu bequem“, sagt Mehmet Alparslan Çelebi, der stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland.

„Wir brauchen die erste nationale Ausschreibung eines muslimischen Architekturprojekts. Alle deutschen Muslime senden Entwürfe von einem Modell einer muslimischen Straße, einem Haus oder einer Moschee in Deutschland ein. Diese werden öffentlich ausgestellt und von unseren Gemeinden bezuschusst.“


„Wir leben in einer enotionalisierten Welt, der Zeit von Twitter-Diplomacy und Schwarz-Weiß-Denken. Aber Emotionen kann man nicht beliebig skalieren, sie sind verallgemeinernd. Oft entstehen homogene Gruppen, die gleiche, starke Gefühle für eine bestimmte Sache teilen. Aber das führt auch dazu, dass man die eigenen Ideen nicht hinterfragt, und wenn man mal mit anderen Meinungen konfrontiert wird, ist man überfordert“, sagt Mehmet Alparslan Çelebi, der stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland und übt Selbstkritik.

„Auch wir Muslime haben es verlernt, mit Nicht-Muslimen zusammen zu leben. Wir ziehen es oft vor, untereinander zu bleiben, weil wir uns nicht ständig gezwungen sehen müssen, uns zu erklären. Aber ich sehe unsere Zukunft und die unserer Kinder hier in Deutschland. Daher müssen wir aus diesem Teufelskreis aussteigen.“



„Es gibt einen Frankfurter Tierschutzverein, aber kein Muslim beteiligt sich daran. Ganz so, als ob Allah die Tiere als Strafe für uns erschaffen hätte. Wir müssen uns mehr engagieren, in Tierschutzvereinen, im Naturschutzbund oder anderweitig. Wir müssen uns für mehr interessieren, als was in unserer Moschee geschieht. Wir müssen uns endlich dafür interessieren, was auf unseren deutschen Straßen passiert“, appelliert Mehmet Alparslan Çelebi, der stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, an das Verantwortungsbewusstsein der Mitmuslime.


Kann es einen deutschen Islam geben? mit Andreas Abu Bakr Rieger (Herausgeber der Islamischen Zeitung) 1. – 3. November 2019 in Nürnberg

https://www.facebook.com/events/2375652532755776/


Events mit externen Experten:

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